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Man muss die Engländer für diesen Ausdruck beneiden: „To be in love“. So etwas gibt es in unserer deutschen Sprache nicht. Wir sind „VERliebt“, aber niemand sagt „Ich bin in der Liebe“. Schade. Das North Londoner Quintett „I Am In Love“ sagt es. Zu Recht. Ihre Songs befinden sich mitten drin im großen Gefühlschaos der Liebe und des Lebens. 2011 erschien ihr Debütalbum „Of Regard And Affection“. Ein Album voller düsterer Popsongs, ausgestattet mit hypnotischen Synthieflächen und epischen Ausflügen. Vergleiche mit Joy Division, New Order und M83 kamen auf.
Jetzt erscheint der Nachfolger „Raw Heart“. Wieder haben sie sich geöffnet, um der Düsterkeit und gleichzeitig aber auch Zuversicht freien Lauf zu lassen. Dieses Mal ist es ein wenig rauer, aggressiver geworden. Schicht für Schicht musste abgetragen werden – manchmal schmerzhaft, aber doch immer befreiend – um an den inneren Kern zu gelangen. Sänger und Texter Sebastian Twigden sagt über den Prozess: „Das Album bringt alle meine Gedanken hervor – die guten Zeiten, die schlechten, das Bedauern, die Liebe und den Hass. Wir kennen das doch alle. Die Stücke sind rau und ich fühle mich auch selber ein wenig rau in mir. Ich kann das Erlebte schwer vergessen.“
Die meisten Songs wurden in Leipzig geschrieben, mittlerweile ihre Lieblingsstadt außerhalb von England, wie die Band betont. Produziert haben sie aber im Londoner Heimstudio von Gitarrist Martin Brien und Sänger Sebastian Twigden. Während der Aufnahmen wuchs der Entschluss, ein neues Mitglied hinzuzufügen. Eliza Leonard wurde rekrutiert. Sie spielt Gitarre und Keyboards. Eine Entscheidung, die besonders dem Livesound eine neue Komponente hinzufügen soll.
Der Weg von ihrem Debütalbum bis zur Fertigstellung von „Raw Heart“ gestaltete sich holprig. Sänger Sebastian fühlte sich in dem Zeitraum des Öfteren wie ein emotionales Wrack. Gitarrist Martin Brien wollte die Band ein paar Male verlassen, verwarf den Gedanken aber glücklicherweise doch. Nicci hat für kurze Zeit „I Am In Love“ tatsächlich ad acta gelegt. Sie brauchte ihre Auszeit, kam wieder: Verändert, mit neuem Mut und Elan. Das färbte auf die anderen vier ab, so dass auch diese Thematik in den Stücken versteckt ist.
Die neuen Songs werden auf ausgedehnter Tour im Herbst gespielt werden. Es wird ein emotionaler Ritt auf der Rasierklinge, wenn sie mit düsterer Wucht und Verletzlichkeit ihre Songs präsentieren. Zwischen Fallen und Halten, im Vakuum von Verlust und Neubeginn. Sänger Sebastian beschreibt es so: „Ich liebe das Touren. Ich könnte keinen normalen Job machen. Ich kann kein Schreibtischzombie sein. Das würde meinen Geist verderben. Lieber ein armer Schlucker mit Gitarre als Yuppie in Nadelstreifenanzug!“ Ein raues Herz eben!
“… ein sehr eigenwilliges [Debütalbum aus England]. Wie um ihren Namen scheren sich I Am In Love auf ihrem Erstling ‘Of Regard and Affection’ nicht um Genregrenzen. David Bowie trifft Prince trifft Joy Division trifft Eurythmics trifft Wild Beasts trifft Foals. Weitere Treffen nicht ausgeschlossen.” (Focus.de)

“Die Grafschaft Leicestershire rocks. Klingt dennoch wie ätherischer Pop und als würden Coldplay aus Island kommen. Alles bleibt eben anders. In diesem Fall aber auch: hübsch!” (Intro.de)

“the ’80s synthpop of Depeche Mode and the dark twang of The Cure” (NME)

“A lot of love for this band” (Greg James, BBC Radio 1)

“A very talented band, really good” (Huw Stephens, BBC Radio 1)

“An awesome album, we like a lot and due to this our album of the week.” (Nothingbuthopeandpassion.com)

“I Am In Love [warten] mit einer spannenden Melange auf, die insbesondere für Freunde detailverliebter Frickelei so einiges zu bieten hat.” (Gaesteliste.de)